Das Tao ist eine Lebensphilosophie, die den Standpunkt vertritt, "Je mehr
Verbote und Beschränkungen das Reich hat, desto mehr verarmt das Volk". Das
heißt, wenn viele Vorschriften die Menschen einengen, kommt es zwangsläufig
zu Regelverstößen und zu Heimlichtuerei. Das gleiche gilt auch für die
Liebe, alles was Freude und Genuß bereitet sollte auch erlaubt sein. Wer das
zu seinem Grundsatz macht und die von der Gesellschaft entworfene
Moralvorstellungen über Bord wirft, dem wird sich ein Weg öffnen voller
echter Gefühle, Lebensfreude, Harmonie und Liebe. So gehört zum Beispiel
auch die Idee der freien Beziehung zur Lebensphilosophie des Tao, denn so
lernen die Paare in ihren Beziehungen entspannter miteinander umzugehen.
Es gibt typische Beziehungsfallen, eine davon ist, den Partner nicht als
freie, eigenstädige Person zu sehen, sondern ihn als Privateigentum zu
betrachten. Gerade in Ehen, die schon sehr lange Zeit bestehen schläft die
Liebe, das Begehren und auch die Bereitschaft zur gemeinsamen Liebe häufig
ein. Andererseits ist aber auch keiner bereit dem anderen Liebesabenteuer
mit anderen Partnern zuzugestehen, obwohl dies vielleicht eine Möglichkeit
wäre, die Zweisamkeit und ein Miteinander wieder herzustellen.
Die Persönlichkeit ist nie fertig ausgebildet, sie entwickelt sich im Laufe
eines Lebens immer weiter und genauso ist es auch mit der Liebe, wenn man
ihr den Raum gibt. Jolan Chang schrieb: " Unsere Persönlichkeit ähnelt einem
Mosaik, das sich aus all unseren Liebeserfahrungen zusammensetzt."
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