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Geschichte des Tao

Seit der Entstehung des Taoismus erlebte diese "Religion" ihre Hoch- und Tiefphasen. Aber ihre "zweite Renesance" erlebte sie gegen Ende der Ming-Dynastie in China. Selbst Kaiser ließen sich von taoistischen Gelehrten in die Geheimnisse der Erotik einführen, somit genoßen Tao-Gelehrte ein hohes Ansehen. Auch in der chinesischen Literatur erlangte das Thema Erotik plötzlich viel mehr Beachtung, selbst hohe Gelehrte widmeten sich diesem Thema. Der entgültige "Untergang" des Taoismus hielt Einzug mit der konfuzianischen Staatsphilosophie, die bestrebt war, "geordnete" Formen herzustellen, in denen die Frau dem Mann unterstellt war.



Lust und Leidenschaft wurden als zerstörerische Elemente betrachtet und mußte somit unterbunden werden. Allerdings ging der Staat nicht soweit die Erotik derart zu verdammen, daß die Menschen bei Verstößen mit dem Fegefeuer rechneten und dachten, diese Sünde würden sie nun ewig mit sich herumtragen und letztendlich in der Hölle braten, wie es bei vielen Religionen der Fall ist. Trotzdem schrumpfte die Bedeutung des Tao beträchtlich. Was übrig blieb waren einige Bücher und eine Reihe von "magischen Rezepten", die aber nicht genügend Reize besaßen, um den "normalsterblichen" in Versuchung zu bringen und zu verführen. Jedoch muß man gerechterweise eingestehen, daß der Erotik durch den Taoismus ein Platz in der chinesischen Kultur eingeräumt wurde. Die Lehren des Taoismus sind nicht komplett verloren gegangen. Auch heute noch gibt es glühende Anhänger, die es auf diesem Gebiet zur "Meisterschaft" gebracht haben und die ihr Wissen weiter vermitteln. Inzwischen glauben sie zwar nicht mehr durch diese Praktiken die Unsterblichkeit zu erlangen, allerdings ermöglicht das Tao ein erfülltes Liebesleben bis ins Alter.

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