Das Kama Sutra wird um etwa 300 v.Chr. datiert, doch gibt es dafür kaum Anhaltspunkte. Aber fest steht, daß es die frühste und gründlichste überlieferte Abhandlung über Liebe und Sex ist, die in Indien geschrieben wurde. Alle späteren Werke beziehen sich darauf, sind Zusammenfassungen und Erweiterungen oder Kommentare zum Kama Sutra, wobei allmählich erst astrologische und später Gedankengänge des Tantra aufgenommen wurden.
Die wirkliche Entstehungsgeschichte ist unbekannt, es soll wie die meiste vedische Literatur eine Zusammenfassung eines älteren, verschollenen Werkes sein, das von einem Gott geschrieben oder mitgeteilt wurde. Nach einer Überlieferung heißt es, Shiva feierte die Sexualität und die Lust fleischlicher Paarung in zehntausend Büchern. Später wurden diese Werke von seinem Diener Nandin auf tausend reduziert und dann nach und nach von Weisen gekürzt.
Eine andere Version des Kamasutra besagt, das Dattaka, der einen Ritus Shivas befleckte von diesem in eine Frau verwandelt wurde. Später als er seine Gestalt zurück erhielt, war er mit beiden Geschlechtern vertraut. Und so verbreitete er sein Wissen in zahlreichen Schriften zu Ehren Shivas.
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