Der Surrealismus war die direkte Antwort auf die Entdeckung des Unterbewussten durch Sigmund Freud in der Psychologie. Alles scheint möglich, so dass
Rausch- und Traumerlebnisse als Quelle der künstlerischen Schöpfung genutzt werden. Die Wirklichkeit wird durch das Unterbewusste gestaltet.
Diese Epoche der bildenden Künste etablierte sich nach dem Ende des 1. Weltkrieges und ging nach 1945 komplett in anderen Bewegungen auf.
Das Manifest des Surrealismus von André Breton forderte ein Handeln jenseits moralischer und ästhetischer Beschränkung durch bürgerliche Konventionen. Dies macht sich nicht zuletzt in der totalen Ablehnung des Realismus bemerkbar.
Die Bewegung der Moderne übertrug diese Ideologie natürlich auch auf die Darstellung von geschlechtlicher Liebe und Erotik. Manchen der surrealistischen Künstler erschienen Liebe, Erotik und Sexualität gar als einzig denkbarer Ausweg aus dem Realismus und den damit verbundenen gesellschaftlichen Zwängen.
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