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Jean Auguste Dominique Ingres

Jean - Auguste - Dominique Ingres wird am 29. August 1780 in Montauban geboren. Schon als Kind wird er von seinem Vater, der ein unbekannter, aber doch talentierter Bildhauer und Miniaturzeichner ist, in der Malerei, aber auch im Violinenspiel unterrichtet. Im Alter von elf bis sechzehn besucht er die Akademie der Künste in Toulouse. Dank der Empfehlung seines Zeichenlehrers Clement - Emile Roques, hat er dann die Möglichkeit im Atelier von Jaques - Louis David in Paris weiterzulernen. 1799 schließlich erhält er einen Platz in der Pariser Ecole des Beaux - Arts.

Die große Odaliske von Dominique Ingres


Ingres Malstil ist jetzt schon durch und durch klassizistisch und gekennzeichnet durch seine perfektionistische Genauigkeit.1801 wird er für sein Gemälde Die Abgesandten des Agamemnon im Zelt des Achilles mit dem Prix de Rome ausgezeichnet, welcher ein vierjähriges Stipendium für die Französische Akademie in Rom beinhaltet.Da er es erst 1806 antreten kann, bekommt er bis dahin die Möglichkeit in einem eigenen Atelier zu arbeiten.In dieser Zeit entstehen unter anderem zwei Gemälde von Napoleon.

Sein traditioneller Stil fand in den Pariser Salons allerdings keinen positiven Anklang. In Rom dagegen empfing man ihn freundlich und er begann mit großem Eifer seine Studien, insbesondere Raffaels und antiker Malereien.Er bleibt auch nach Abschluss seiner Studienzeit in Italien, da sein Gemälde Jupiter und Thetis  in Paris zerrissen wurde.Er verdient sich nun seinen Lebensunterhalt durch das Porträtieren betuchter Adeliger und es entstehen die Werke Traum des Ossian, Die große Odaliske und Rüdiger befreit Angelika.

1824 beendet er eines seiner Hauptwerke Schwur Ludwigs XIII.. Mit diesem Bild, welches für die Kathedrale in Montauban bestimmt ist, ist er nach fast 20 Jahren endlich wieder erfolgreich in Paris. Er erhält das Kreuz der Ehrenlegion von Karl des X. und wird als Mitglied der Ecole des Beaux - Arts aufgenommen. Sein Erfolg hängt auch mit dem gleichzeitig ausgestellten umstrittenen Gemälde Das Massaker von Chios von Delacroix zusammen, der als bekanntester Maler des romantischen Stils gilt, welcher in starker Konkurrenz zum Klassischem steht.
Ingres und Delacroix sollten aus diesem Grund bis ins hohe Alter verfeindet bleiben.
Später wird Ingres Professor, dann sogar Präsident der Ecole.

Das tuerkische Bad von Ingres
Als einige Jahre darauf wieder eines seiner Gemälde besonders negativ kritisiert wird, verlässt Ingres erneut Paris und kehrt  zurück nach Rom und unterrichtet an der Französischen Akademie und wird schließlich ihr Direktor.
1841 zieht er wieder nach Paris.
1855 findet die Pariser Weltausstellung statt und Ingres, sowie Delacroix bekommen die Möglichkeit ganze Räume mit ihren Bildern zu füllen.

Die Gegensätzlichkeit der beiden Malrichtungen könnte nicht deutlicher sein. Auf der einen Seite die ausschweifenden, lebendigen und farbenfrohen Gemälde Delacroixs und auf der anderen die detailgetreuen, fast strengen Bilder Ingres

 

.Selbst seine eher erotischen Werke, wie Die Badende von Valpincon  (1808) und Das Türkische Bad ( 1863 ), auf dem sich eine Gruppe nackter Frauen am Beckenrand räkelt,strahlen eine kühle Distanz aus.

Mit fast 80 Jahren wird Ingres noch zum Rektor der Ecole des Beaux - Arts ernannt und stirbt 1867 in Paris.

 




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