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Michelangelo Merisi da Caravaggio

Michelangelo Merisi da Caravaggio, ein italienischer Maler des Frühbarock, wurde am 29. September 1571 in Mailand in der Lombardei geboren. Er zeichnete sich besonders für seinen Realismus aus und gilt unter anderem als Begründer der römischen Barockmalerei.

Caravaggio wuchs zusammen mit seinen Eltern Fermo Merisi und Lucia Aratori, sowie seinem Bruder Battista in Mailand auf. 1576 flüchtete die Familie vor der Pest aus Mailand nach Caravaggio, wo er mit 13 Jahren seine 4-jährige Lehre bei dem bekannten Maler Simone Peterzano in begann.

Nach seiner Ausbildung reiste Caravaggio 5 Jahre meist mittellos durch Italien und schlug sich als Mitarbeiter minderer Malerwerkstätten durch, bis er 1953 dann in die Malerwerkstatt des berühmten Malers Giuseppe Cesari, des Cavaliere d’Arpino eintrat.

Die Gemälde „die Wahrsagerin“ und „die Falschspieler“ machten den Kardinal Francesco del Monte auf ihn aufmerksam, der Caravaggio in seinem Palazzo Madama aufnahm und ihn förderte. Die Zahl seiner Bewunderer stieg ab diesem Zeitpunkt beträchtlich, und nach einigen intimen Gemälden wie „der Bacchus“ und „ der Lautenspieler“ erhielt Caravaggio seinen ersten kirchlichen Auftrag für eine Kapelle, die er mit zwei Gemälden über das Leben des heiligen Matthäus schmückte: „Die Berufung des hl. Matthäus“ und „Martyrium des hl. Matthäus“.

Kurz vor der Jahrhundertwende entwickelte Caravaggio die Hell-Dunkel-Malerei, die ihn besonders berühmt machte. Durch sein aggressives Verhalten wurde Caravaggio des Öfteren in Gerichtsprozesse verwickelt, und nach einem Totschlag musste er in die Sabiner Berge flüchten. Von dort aus reiste er über Neapel nach Malta und wurde dort 1608 als gefeierter Ritter in den Malteserorden aufgenommen. Wegen Beleidigung wurde Caravaggio jedoch bald wieder als dem Orden ausgeschlossen und floh nach Sizilien. Während seiner Flucht ließ sich Caravaggio nie davon abhalten, weiter seine religiösen Bilder zu malen. Aufgrund der dramatischen Intensität und dem übersteigerten Realismus in seinen Bildern wanderte er meist auf einem schmalen Grad von Erlaubtem und Verbotenem, Lob und Kritik.

Als Modelle für seine Heiligen verwendete er Modelle der unteren Schicht, so auch Prostituierte. Seine Erklärung hierfür war, dass Heilige meist auch Außenseiter gewesen seien. Bei seiner Rückkehr nach Neapel wurde er bei einem Attentat schwer verletzt. Auf seinem Weg nach Rom 1610 starb Caravaggio in Porto Ercole und wurde daraufhin in der Kirche S. Erasmo in Porto Ercole begraben. Rubens, Peter Paul: Schäferszene

Besonders charakteristisch für Caravaggios Bilder waren die naturalistischen Szenen sowie der meist unterdrückte Hintergrund und der Hell-Dunkel-Kontrast, ähnlich einem Scheinwerferlicht. Ein weiteres Merkmal ist die gesteigerte Dramatik der Bilder.

Seine Werke führten zu einer nach ihm benannten Strömung in der barocken Malerei, dem „Caravaggismo“. Zu Caravaggios berühmtesten Werken zählen die Bilder der Contarelli-Kapelle, die „Grablegung Christi“, die „Rosenkranzmadonna“, „Die sieben Werke der Barmherzigkeit“ sowie „die Enthauptung Johannes des Täufers“. Zu seinen Anhängern gehörten unter anderem berühmte Künstler wie Rubens, Vermeer, Rembrandt und Velázquez.




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