Während in der Vorzeit die Darstellung nackter Körper eher ein Ausdruck von Fruchtbarkeit war und die Darstellung von Sexualität nachrangige Bedeutung hatte, konnten sich in der Antike nackte Körper, sexuelle Praktiken bis hin zu Bordellszenen in der Malerei, als Skulpturen und in Form von Gefäßmalereien weithin durchsetzen.
Das platonische Verständnis von Erotik kennzeichnet die Vorstellungen damals wie heute. Er ging davon aus, dass seit der Trennung des vormals doppelgeschlechtlichen Menschen durch den Zeus, die Menschen nach alter Vollkommenheit ebenso wie nach dem anderen Geschlecht streben. Ausdruck dessen ist die Erotik, der Wunsch und das Begehren.
In der griechischen Antike herrschte eine eher lockere Sexualmoral, jedenfalls für die freien Männer der Bürgerschaft. Der Mensch ausgestattet mit Vernunft und Leidenschaften war das perfekte Abbild der göttlichen Ordnung und wurde auch in der Kunst mit einem idealen Körper ausgestattet. Die bedeutende Rolle von Sexualität und Erotik lag zudem in den mythologischen und religiösen Ansichten der Antike begründet.
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